Selbstverständlichkeiten

Selbstverständlichkeiten

Heute las ich auf einem Blog etwas über die Liebe zur Familie und auch über Situationen an die man manchmal nicht denkt. 
Das brachte mich zum nachdenken.
Für wie selbstverständlich ich meine Familie nehme. Sie sind immer da und oft dankt man es ihnen gar nicht ausreichend.
Erst wenn einem vor Augen geführt wird, dass es eben nicht selbstverständlich ist das sie da sind.
Das erste mal wurde es mir wirklich bewusst, als der kleine Herr geboren wurde. Jetzt bin ich nicht mehr NUR Tochter, schwester, enkelkind und ehefrau sondern Mutter. 
Natürlich wusste ich das meine Eltern mich lieben, aber wie bedingungslos diese Liebe tatsächlich ist weiß ich erst seit dem auch ich das empfinden darf und weiß das nichts aber auch rein gar nichts die Liebe zu meinem Sohn beenden kann.
Allen in meiner Familie geht es gut und erfreuen sich bester Gesundheit und ich hoffe das bleibt auch noch sehr sehr lange so.

Und ich will auch nicht darüber nach denken was passiert wenn es mal nicht mehr so sein sollte.
Den was passiert dann mit mir, was bin ich dann noch ohne die Felsen in der Brandung die mich immer angeleitet haben und es zum Teil auch heute noch tun?
Die Menschen die mich akzeptieren wie ich bin mit all meinen Launen? 
Die Menschen die mich haben machen lassen und dann wenn es sein musste mir wieder auf die Beine geholfen haben?

Ich weiß es einfach nicht, weil meine Familie nie zugelassen hat das ich mich alleine fühle.

Und dafür bin ich dankbar. 

Immer zu wissen das jemand da ist der sich von mir die Schulter durch weinen lässt, der mit mir vor Freude weint und auch herzhaft lachen kann, weil das leben es gut mit einem meint. So sollte es meiner Meinung nach in einer Familie sein, man muss nicht wissen was passiert wenn, denn das wird man erleben. Unweigerlich werden schlechte Dinge passieren, aber die Lliebe zu einander wird uns helfen. Hier muss niemand alleine sein egal wie schön oder wie schlimm etwas ist. 

Jeder von uns ist ein Teil einer starken Kette, meine zwei Brüder, meine Schwägerin, meine zwei Neffen, meine Mama, mein Vati, meine Grosseltern, der kleine Herr und natürlich der große Herr, seine Eltern und sein Bruder zusammen sind wir komplett, aber was passiert mit uns wenn ein Teil dieser Kette kaputt ist oder gar verschwindet. Sind wir dann noch stark genug ? Können wir uns dann gemeinsam auffangen und halten? 

Ja das können wir, weil wir uns lieben und jeden so wie er ist annehmen können.
Jeder hatte seine Position und seinen richtigen Platz aber in so einen Fall müssen wir uns neu sortieren und verändern, dass wird einige Zeit dauern aber wir können das schaffen.

Genau das ist es was ich mir für den kleinen Herren wünsche, er soll unbedacht groß werden mit uns an seiner Seite. Die zulassen können das er Fehler macht ohne ihn zu verurteilen. Und ihm dann wenn es nötig ist vielleicht heimlich ohne das er es wirklich wahrnimmt den Rücken stärken. 
Ich bin keine der Mütter die möchten das ihr Kind, Abitur macht, studiert und und und.
Ich wünsche mir ein glücklichen Menschen, der gut zu sich und seiner Umwelt ist, der Liebe geben und nehmen kann. Der weiß das Glück nicht für jeden selbstverständlich ist. Natürlich möchte ich das er später einen Beruf erlernt und auch in Brot und Arbeit steht, aber was er macht liegt ganz bei ihm solange es ihn glücklich macht. Er soll für sich leben nicht für uns. 

Genau so wie wir es durften als Kinder unserer Eltern. Auch wenn der Weg manchmal lang und auch steinig war und endlos erschiehn. Sicher haben sie manchmal fast die Hoffnung verloren, aber eben nur fast und das ist es was uns von manch anderen Familien unterscheidet. Ich weiß das es nicht allen so geht und das finde ich schade, aber leider kann ich das oft nicht ändern, wenn dann würde ich es wahrscheinlich tun. 

Ich liebe jeden einzelnen meiner Familie und bin dankbar sie zu haben und wünsche mir genau das noch für sehr sehr viele Jahre. 

Wie dieser doch sehr lange Text nun Zustande gekommen ist, weiß ich gar nicht mehr. Eigentlich wolle ich etwas ganz anderes schreiben, aber so ist es manchmal. Aber manches muss einfach mal gesagt werden und für mich war es wohl heute so weit. Danke fürs lesen und durchhalten. ;) 

Nachdenkliche Grüße
Steffi 



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5 Kommentare:

Hännchen

Hallo Steffi

Danke für deinen tollen Text. Du sprichst mir aus dem Herzen.... Mir ist es genau gleich gegangen bei der geburt beines Sohnes... Man sieht auf einmal alles anderst und es ist nicht mehr selbstverständlich..

Liebe Grüsse

*verSTOFFlicht*

Das hast Du wirklich schön geschrieben und es ist sehr berührend!! Ihr scheint eine tolle Familie zu sein und das ist (schon immer) gold wert und mit nichts in der Welt aufzuwiegen!
Ich wünsche Euch, dass ihr weiterhin so toll zueinander steht und gesund und glücklich bleibt!!!!

Liebe Grüße
Tina

Dancing Needle

Hallo Steffi,

ich finde Deinen Post sehr bewegend. Auch ich war schon in einer Situation, wo ich so dankbar war, dass meine Mama immer hinter mir steht! Was wäre ich ohne sie! Als letzten November meine Oma verstarb, wurde die Familie deutlich kleiner. Jetzt gibt es nur noch meine Mama und meinen Opa und natürlich meine kleine Maus, die mir immer wieder die Kraft gibt, weiterhin durchzuhalten und nach vorne zu schauen! Mutterwerden verändert ein ganzes Leben!

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute!

LG Michelle

bliblablub

Steffi, dem ist nichts hinzuzufügen! Du hast es auf den Punkt gebracht! Man vergisst es immer wieder, dass es nicht selbstverständlich ist! Seitdem meine Nachbarin schlimm erkrankt ist, sehe ich die Welt sowieso nochmal mit anderen Augen! :-(
Ich darf mich auch glücklich und stolz schätzen eine wundervolle Familie zu haben!

Lg Sarah

Die Frau Heidler

Da drücke ich den "gefällt mir" Button <3

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